Zeichnungen für Laserschneiden und Abkanten
Eindeutige Unterlagen verbinden Konstruktion und Fertigung. Liefern Sie die Schneidgeometrie und die Zeichnung des fertig gebogenen Bauteils mit demselben Revisionsstand.
Dateien und Grundangaben
Die DXF-Datei beschreibt die Schnittkonturen, die Fertigungszeichnung die Anforderungen an das fertige Bauteil. Ein 3D-Modell hilft bei komplexen Formen, ersetzt aber keine Toleranzangaben.
- Werkstoff, Blechdicke, Stückzahl, Einheiten, Teilenummer und Revision angeben.
- DXF im Maßstab 1:1 mit geschlossenen Konturen bereitstellen; keine doppelten Linien, Texte oder Bemaßungen auf der Schneidebene.
- PDF mit Funktionsmaßen und Toleranzen beifügen, bei Bedarf ergänzt durch ein abgestimmtes STEP-Modell.
Bemaßung des gebogenen Bauteils
Alle erforderlichen Ansichten darstellen und die Projektionsmethode kennzeichnen. Für die Erstwinkelprojektion das entsprechende Symbol verwenden; die Anordnung der Ansichten allein reicht nicht aus.
- Für jede Biegung Innenradius, Endwinkel und Biegerichtung angeben.
- Innen- und Außenmaße unterscheiden und Bezüge für wichtige Bohrungen und Fügeflächen festlegen.
- Die Abwicklung mit den tatsächlichen Werkzeugen und den Fertigungsbiegedaten abstimmen.
Bohrungen, Gewinde und Sichtflächen
Eine lasergeschnittene Öffnung kann von der fertigen Bohrung abweichen. Gewinde und Senkungen mit Größe, Lage, Tiefe und Bearbeitungsseite in der Zeichnung definieren; die Vorlochgeometrie in der DXF abstimmen.
- Sichtseite, Schutzfolie, Oberflächenbehandlung und Entgratanforderungen kennzeichnen.
- Wenn Anschnittspuren oder Mikrostege Funktion oder Optik beeinflussen, deren zulässige Lage abstimmen.
Prüfung vor der Bestellung
Einheiten, Konturen, Orientierung und Revision von DXF, PDF und Modell abgleichen. Kurze Schenkel, Bohrungen nahe der Biegezone und die Bearbeitungsreihenfolge vor der Fertigungsfreigabe auf Machbarkeit prüfen.
